Zu Psalm Acht

 

Wie kann ein Mensch sagen “Gott gibt es nicht!”

Kann ein Mensch behaupten “Gott ist nicht da!“

Ein Wissender “Die Wahrheit ist nicht Gott!“

 

Als die Welt geschaffen wurde, warst du nicht da.

Nicht an deine eigene Geburt erinnerst du dich.

 

Dem Tod bist du ausgeliefert.

Er überfällt dich

wann er will.

Wenn du ihm in die Arme springst, lacht er dich aus.

 

Du nicht, die Wahrheit wird bleiben.

Durchstolpere dein Leben, retten kannst du es nicht.

Gott ist lebendig der sprudelndes Leben dem gibt der laut spricht

“Der HERR ist Gott!“

 

Glaube und Vernunft

Ist Glaube vernünftig? Zumindest gibt es viele Möglichkeiten, um plausibel zu erklären, warum jemand glaubt. Es gibt Christen, die von ihren Erfahrungen mit Gott erzählen, von den Wundern, die sie erlebt haben. Es gibt Psychologen, die Religion aus dem religiösen Bedürfnis des Menschen erläutern. Und Soziologen können einsehbar darlegen, dass Gemeinschaft ein  Aspekt ist, der den Glauben attraktiv macht.

Diese Dinge lassen sich rational nachvollziehen, sie sind nicht zwangsläufig überzeugend. Versteht man unter Vernunft ein Kommunikationswerkzeug, mit dessen Hilfe man unterschiedliche Standpunkte verstehen kann, sollte Glaube unbedingt vernünftig sein. Sollte Vernunft aber so etwas wie ein absoluter Beweis sein, mit dem etwas unwiderlegbar begründet wird, kann Glaube mit ihr leider nichts anfangen. Der einzige Absolut des Glaubens ist Gott.

Es gibt Leute, deren Gott ist die Vernunft. Doch ist Vernunft dann noch glaubwürdig?

Der Regenbogen

Wie wunderbar ist es, wenn aus dem Nichts ein Regenbogen erscheint. Wir wissen, dass er nur scheinbar aus dem “Nichts” kommt, denn das Naturschauspiel benötigt ja immer Regen und Sonne. Die Sonnenstrahlen brechen sich in den Regentropfen und es entsteht als prismatischer Effekt ein Farbbogen. Diese Erklärung ist bewiesen und leicht nachvollziehbar.

Wenn ich einen Regenbogen sehe, denke ich an die Treue Gottes. Es gibt in der Bibel diese Geschichte mit Noah, der als einer der wenigen Menschen die Sintflut überlebt. Nach der Katastrophe erklärt Gott, dass der Regenbogen das Zeichen für die Verbindung zwischen Gott und seiner Schöpfung ist. Gott und seine Geschöpfe sollen nicht mehr durch Naturkatastrophen getrennt werden, sie gehören für immer zusammen.

Diese Geschichte überzeugt mich offenbar, deshalb assoziiere ich die plötzliche Schönheit eines Regenbogens unmittelbar mit göttlicher Treue. Damit will ich nicht der physikalischen Erklärung widersprechen, die lässt sich schließlich beweisen. Die Physik ist nützlich und für uns heute fast unverzichtbar – doch mit ihr ist noch nicht alles gesagt. Gerade was nicht messbar und nachvollziehbar ist, macht doch das Dasein aus…

Ein Ruhetag

Gott schuf die Welt in sechs Tagen. So steht es in der Bibel. Für einige Christen ist dies eine Aussage im Sinne moderner Naturwissenschaft; sie gehen davon aus, dass unsere Welt in 144 Stunden entstanden ist. Andere Christen können mit der Zeitangabe nicht so richtig etwas anfangen. Für sie ist in erster Linie wichtig, dass Gott die Welt gebildet hat. Auch ich finde die sechs Tage weniger aufregend als den siebten Tag, der danach kommt. Nachdem Gott die Welt erschaffen hat, ruht er sich einen ganzen Tag lang aus.

Was macht die Welt in dieser Zeit? Sie kann doch unmöglich auf die Kreativität und Schaffenskraft ihres Schöpfers verzichten! Gerade jetzt, wo es richtig los geht und alle unvorhergesehenen Startprobleme gelöst werden müssen. Gott ist doch unverzichtbar, die Welt ist abhängig von ihm… Aber Gott zieht es durch. Und genau das sagt uns das Sieben-Tage-Schema des biblischen Schöpfungsberichts.

Die Herausforderung damals wie heute ist es, den ganzen Tag frei zu machen. Hier kann nicht abschließend geklärt werden, wie man die Ruhezeit Gottes theologisch im Zusammenhang der creatio continua denken muss. Ich will nur festhalten, dass der Wechsel von Arbeit und Müßiggang für Gott zum Kreislauf des Lebens gehört. Nicht die sechs Tage, der siebte Tag ist heilig!